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Gummibären oder
Gummibullen? Wer weiß Rat? Die Analysten? Wohl kaum. Wer das hektische
Auf- und Ab an den Börsen in den vergangenen Wochen verfolgt hat, und
das tun immer mehr Menschen in diesem Lande, der kann an der ganzen
Veranstaltung Börse irre werden. Da verlieren namhafte Aktien innerhalb
kurzer Zeit die Hälfte ihres Wertes oder mehr. Stars von gestern,
Deutsche Telekom, Daimler-Chrysler, IBM, SAP oder Infineon, stürzen
steil ab in schwarze Löcher. Und noch schlimmer geht es mit den vielen
Neulingen am Börsenhimmel: Ricardo, Balda, Consors und Inktomi. Waren
das alles wirklich Überraschungen?
Sie haben als
Börsianer keine feste Größe wie beim Roulette die Auszahlungsquote, mit
der Sie operieren können.
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Noch heute gehören
Zufall und Wahrscheinlichkeit zu den Erscheinungen, die oft falsch
gedeutet werden. Dass zumindest die Wissenschaft gelernt hat, mit diesen
Begriffen objektiv umzugehen, verdankt sie einer Entwicklung, die im 17.
Jahrhundert mit der Untersuchung von Glücksspielen begann: Gefragt wurde
zunächst danach, wer in einem bestimmten Glücksspiel im Vorteil ist und
wie ausgeprägt dieser Vorteil ist. Oder danach, welcher Einsatz im
Vergleich zu den gebotenen Gewinnchancen eines Glücksspiels fair ist.
Zur Beantwortung solcher Fragen erdachten Mathematiker wie Fermat,
Pascal, Bernoulli und Laplace ein Maß für zufällige Ereignisse, die
sogenannte Wahrscheinlichkeit. So, wie man Strecken auf ihre Länge
messen und damit untereinander vergleichen kann, so lassen sich auch
zufällige Ereignisse messen und damit untereinander vergleichen. |